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Käthe Kollwitz "Pflugzieher und Weib". 1902. Käthe Kollwitz 1867 Königsberg – 1945 Moritzburg Lithografie in Dunkelbraun und Gelbbraun auf gelblichem Bütten, mit Spritztechnik und Schabnadel im Zeichenstein. U.li. im Stein signiert und datiert "K. Kollwitz 02". U.re. in Blei signiert "Käthe Kollwitz". Am u. Blattrand in Blei von fremder Hand nummeriert "S 61" und "3029" sowie künstlerbezeichnet und betitelt. Verso in Blei von fremder Hand bezeichnet "L 23". Verworfene zweite Fassung des ersten Blattes des Zyklus'' "Bauernkrieg". Auflage bei Emil Richter, Dresden. An den o. Blattecken auf Untersatzpapier montiert. WVZ Klipstein 61 (Zustand dort nicht erfasst); WVZ Knesebeck 64 II d (von II e), mit abweichender Farbigkeit des Büttens "stark verbräuntes imitiertes geripptes Bütten". Provenienz: Sächsische Privatsammlung; geschenkt von Privat 1934. Am u. Rand zwei mit braunem Papier hinterlegte Einrisse (1 cm und 2 cm). Im weißen Rand umlaufend mit vereinzelten leichten bis unscheinbaren Knickspuren und Griffknicken. Maße: St. 36,5 x 50,4 cm, Bl. 46 x 61,8 cm. Käthe Kollwitz 1867 Königsberg – 1945 Moritzburg 1885 Studium an einer privaten Schule für Künstlerinnen in Berlin u.a. bei Arno Holz und Gerhart Hauptmann, als "Malweib" durfte sie nicht an einer staatlichen Kunstschule studieren. 1886 Rückkehr nach Königsberg. 1888–89 Wiederaufnahme des Studiums in München mit Unterricht bei Ludwig Herterich. 1891 Übersiedlung nach Berlin und Teilnahme an der Großen Berliner Kunstausstellung 1898, die ihr zum künstlerischen Durchbruch verhalf. 1907 Verleihung des Villa-Romana-Preises mit anschließendem kurzen Aufenthalt in Florenz. Ab 1910 schuf Kollwitz neben ihrem von grafischen Arbeiten geprägten Œuvre auch bildhauerische Werke. Ihre Arbeiten waren u.a. geprägt vom Verlust ihres Sohnes sowie von der Auseinandersetzung und ihr Engagement in und mit politischen und sozialen Organisationen. Sie war Mitglied im Deutschen Künstlerbund und der Berliner Secession, 1919 erfolgte die Berufung zur Professorin an die Akademie der Künste Berlin. Zahlreiche Ausstellungen zu Ehren von Kollwitz, u.a. in New York und Moskau. 1933 Ausscheiden aus der Akademie, der Verkauf ihrer Arbeiten wurde verboten. Werke Kollwitz" wurden durch die Nationalsozialisten als "entartet" eingestuft und aus öffentlichen Sammlungen beschlagnahmt. 1942 Flucht nach Nordhausen, 1944 Flucht nach Moritzburg.
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