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Käthe Kollwitz "Weberzug". 1893–1897. Späterer Abzug von 1931-1941. Käthe Kollwitz 1867 Königsberg – 1945 Moritzburg Buch- und Kunsthandlung Engewald 1928 Leipzig – 1971 ebenda Otto Felsing 1831 Darmstadt – 1878 Berlin Radierung auf glattem Japan. U.re. in Blei signiert "Käthe Kollwitz". U.li. vom Drucker in Blei signiert "O Felsing Berlin g[e]dr[uckt]". Auf dem weißen Rand in Blei nummeriert "No 43)" und betitelt "Weberzug". Blatt vier des Zyklus'' "Ein Weberaufstand". An den o. Blattecken auf Untersatzpapier montiert. Auflage bei von der Becke 1931–1941. WVZ Klipstein 32 VI a (von IV b); WVZ Knesebeck 36 V a (von V c). Provenienz: Sächsische Privatsammlung; Kunst- und Buchhandlung Kurt Engewald, Leipzig, 1940. Im Bereich der o.li. Plattenkante mit leichter Auffaserung des Japanpapiers (L. ca. 10 cm), im Gesamteindruck unscheinbar. Maße: Pl. 21,6 x 29,5 cm, Bl. 28,2 x 39,7 cm. Käthe Kollwitz 1867 Königsberg – 1945 Moritzburg 1885 Studium an einer privaten Schule für Künstlerinnen in Berlin u.a. bei Arno Holz und Gerhart Hauptmann, als "Malweib" durfte sie nicht an einer staatlichen Kunstschule studieren. 1886 Rückkehr nach Königsberg. 1888–89 Wiederaufnahme des Studiums in München mit Unterricht bei Ludwig Herterich. 1891 Übersiedlung nach Berlin und Teilnahme an der Großen Berliner Kunstausstellung 1898, die ihr zum künstlerischen Durchbruch verhalf. 1907 Verleihung des Villa-Romana-Preises mit anschließendem kurzen Aufenthalt in Florenz. Ab 1910 schuf Kollwitz neben ihrem von grafischen Arbeiten geprägten Œuvre auch bildhauerische Werke. Ihre Arbeiten waren u.a. geprägt vom Verlust ihres Sohnes sowie von der Auseinandersetzung und ihr Engagement in und mit politischen und sozialen Organisationen. Sie war Mitglied im Deutschen Künstlerbund und der Berliner Secession, 1919 erfolgte die Berufung zur Professorin an die Akademie der Künste Berlin. Zahlreiche Ausstellungen zu Ehren von Kollwitz, u.a. in New York und Moskau. 1933 Ausscheiden aus der Akademie, der Verkauf ihrer Arbeiten wurde verboten. Werke Kollwitz" wurden durch die Nationalsozialisten als "entartet" eingestuft und aus öffentlichen Sammlungen beschlagnahmt. 1942 Flucht nach Nordhausen, 1944 Flucht nach Moritzburg. Otto Felsing 1831 Darmstadt – 1878 Berlin Ausbildung und Tätigkeit in der Darmstädter Werkstatt des Vaters. Felsing führt später mit seinen Söhnen Friedrich und Wilhelm Felsing eine eigene Kupferstich-Druckerei in München. 1875 gründen die Söhne eine Firma in Berlin-Charlottenburg. Sie firmieren als "Hof-Kupferdruckerei und Nationaler Verlag Otto Felsing" Buch- und Kunsthandlung Engewald 1928 Leipzig – 1971 ebenda Eröffnung am 1. Januar 1928 in der Klostergasse 9 durch Kurt Engewald. "Der legendäre Engewald hatte schon in den zwanziger Jahren mit berühmten Künstlern wie Kokoschka, Grosz, Heartfield und Dix zusammengearbeitet. Während der Nazidiktatur wagte er es, Kunst von Autoren zu verkaufen, die Arbeitsverbot hatten. Seine antifaschistische Vergangenheit war der Grund dafür, daß er die Kunsthandlung auch in DDR-Zeiten weiterführen durfte, obwohl viele ähnliche Institutionen längst geschlossen oder in Volkseigentum überführt worden waren." (zitiert nach: Renate und Roger Rössing et al. (Hrsg.): Leipzig in den Fünfzigern. Leipzig 2003. S. 45).
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