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Ernst Ludwig Kirchner "Nacktes Paar im Atelier". 1910. Ernst Ludwig Kirchner 1880 Aschaffenburg – 1938 Frauenkirche-Wildboden Kreidezeichnung auf ockerfarbenem Papier. Unsigniert. Verso u.li. mit dem Basler Nachlass-Stempel (Lugt 1570b) mit der Nummerierung "B Dre / Bg 36" versehen. Ebenda nochmals in Tinte sowie in Blei nummeriert "C 2654", "K 2623" sowie "2248". Freigestellt im Passepartout montiert und hinter Museumsglas mit UV-Schutz in einer profilierten, über roter Grundierung braun gefassten Leiste mit goldfarbener Sichtleiste gerahmt. Die Zeichnung ist im Ernst Ludwig Kirchner Archiv c/o Henze & Ketterer, Wichtrach / Bern, dokumentiert. Provenienz: Norddeutscher Besitz; Galerie Glöckner, Köln; Nachlass des Künstlers. Ausgestellt in: Ernst Ludwig Kirchner, Frühe Arbeiten auf Papier, Galerie Michael Haas Berlin 29.01. – 06.03.2010. Ernst Ludwig Kirchner, Beck & Eggeling International Fine Art, Düsseldorf, 11.03. – 30.04.2010. Ernst Ludwig Kirchner und Werke aus Afrika, Galerie Haas Zürich, 26.01. – 16.03.2018. Lit.: Ernst Ludwig Kirchner, Ausst. Kat. Galerie Michael Haas Berlin / Beck & Eggeling Düsseldorf, Berlin 2010, S. 32 (Farbabb.). Ernst Ludwig Kirchner und Werke aus Afrika, Ausst. Kat. Galerie Haas Zürich, 2018, S. 15 (ganzseitige Farbabb.). Insgesamt geringfügig wellig und mit unscheinbaren Griffknicken. In der u.re. Blattecke zwei schräg und eine vertikal an der Blattkante verlaufende Knickspuren. Ecke o.re. mit kleiner, wellenförmigen Deformation im Papier. Technikbedingt im Bereich der Körper ganz leicht wischspurig. Ra. mit ganz vereinzelten, kleinen Bestoßungen und Fassungsverlusten. Maße: 33 x 42,7 cm, Ra. 58 x 68 cm. Regelbest. 7% MwSt. (Schätzpreis 12.840 € inkl. MwSt.) Ernst Ludwig Kirchner 1880 Aschaffenburg – 1938 Frauenkirche-Wildboden Maler und Grafiker. Kindheit und Jugend in Chemnitz. 1901–05 Architekturstudium in Dresden. 1905 Gründungsmitglied der Dresdner Künstlergemeinschaft "Brücke" mit Erich Heckel, Fritz Bleyl und Karl Schmidt-Rottluff. Als Expressionist besonders an der Landschaft und am Akt interessiert. Integration außereuropäischer Formensprache. 1908 erster längerer Aufenthalt auf Fehrmarn. 1909–11 Liebesbeziehung mit seinem Modell Doris Große. 1911 Umzug nach Berlin aufgrund mangelnden Erfolgs und Teilnahme an Ausstellungen der Neuen Secession. 1911 außerdem erfolglose Gründung der Malschule "MIUM-Institut" zusammen mit Max Pechstein. Ab 1912 Liebesbeziehung mit Erna Schilling. 1913 Auflösung der "Brücke". 1912–14 Übersiedelung nach Fehrmarn. 1915 Rekrut im Ersten Weltkrieg, wird medikamentenabhängig. 1917–21 Umzug nach Davos, schlechter Gesundheitszustand. Ab Mitte der 1920er Jahre zunehmender Erfolg bei Sammlern, aber auch stärkere Abstraktion. Ab 1937 Schmähung im Rahmen der Aktion "Entartete Kunst". 1938 vermutlich Suizid.
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