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Bernhard Kretzschmar "Geburtstag – Fahrt nach Meißen". 1962. Bernhard Kretzschmar 1889 Döbeln – 1972 Dresden Hildegard Stilijanov-Kretzschmar 1905 Dresden – 1981 ebenda Öl auf Leinwand. Verso mit einem verworfenen Blumenstilllebens in Öl, auf der o. Keilrahmenleiste mit einem Papieretikett des Künstlers, darauf signiert, betitelt, technikbezeichnet und mit einer Maßangabe. An den Bildrändern aufgenagelte schmale Abstandsleisten. In der originalen Rahmung des Künstlers. Provenienz: Norddeutsche Privatsammlung; erworben aus dem Nachlass des Künstlers. Abgebildet in: Sigrid Walther und Gisbert Porstmann (Hrsg.): "Deutung des Daseins": der Maler Bernhard Kretzschmar in der Städtischen Galerie Dresden. Dresden 2018, S. 136 bzw. M 27. Fritz Löffler: Bernhard Kretzschmar. Leben und Werk. Dresden 1985, Tafel 181. Am linken Bug des Dampfers sind die Künstlerin und zweite Lebenspartnerin Bernhard Kretzschmars Hildegard Stilijanov und ihr Sohn Peter dargestellt. Sie und Bernhard Kretzschmar hatten sich in den frühen 1950er Jahren kennengelernt und 1958 geheiratet, nachdem Kretzschmars erste Frau Susanne im Jahr 1941 nach schwerer Krankheit gestorben war. Aufgrund der sommerlichen Jahreszeit kommen nur Hildegards oder Peters Geburtstag als Anlaß der Ausflugsfahrt in Betracht. Wir danken Herrn Peter Stilijanov, Klosterneuburg, für freundliche Hinweise. Malschicht mit Farbverlusten im o.re. Eckbereich sowie weitere kleine an den Bildrändern. Kleine bräunliche Flecken auf der Oberfläche. Ra. an den Kanten berieben und bestoßen, Gehrungen leicht geöffnet. Maße: 65 x 85 cm, Ra. 86 x 105 cm. Zzgl. Folgerechts-Anteil 2,5 %. Bernhard Kretzschmar 1889 Döbeln – 1972 Dresden Nach einer Dekorationslehre absolvierte Kretzschmar von 1909–11 ein Studium an der Dresdner Kunstgewerbeschule. Ab 1911 an der Kunstakademie, u.a. bei Robert Sterl und Richard Müller. Kretzschmar unternahm 1913 Reisen nach Italien, Südfrankreich und Spanien. Es entstanden u.a. grafische Werkgruppen zu Ansichten von San Remo, Genua und Palma: Zeichnungen, nach denen z.T. später auch Radierungen entstanden. 1914 Meisterschüler bei Carl Bantzer. Er war Gründungsmitglied der "Gruppe 17", der auch P. A. Böckstiegel und Conrad Felixmüller angehörten sowie Mitglied der "Dresdner Sezession 1932". Während der nationalsozialistischen Diktatur wurden Arbeiten Kretzschmars beschlagnahmt und für "entartet" erklärt. Im Zuge der Bombardierung Dresdens am 13. Februar 1945 wurde der Großteil seines Werkes zerstört. 1958 heiratete Kretzschmar die Malerin Hilde Stilijanov. 1946 wurde er zum Titular-Professor an der HfBK Dresden ernannt. Ab 1969 war Kretzschmar Mitglied der Deutschen Akademie der Künste. Hildegard Stilijanov-Kretzschmar 1905 Dresden – 1981 ebenda Malerin und Grafikerin. Studium in Dresden und Ehefrau Bernhard Kretzschmars. Im Schatten ihres prominenten Mannes stehend schuf S. zahlreiche Arbeiten und war v.a. in Sachsen an Ausstellungen beteiligt.
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