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[PAPILLON (ALMANQUE) (1487–1553)]. Handschriftliche Sammlung der poetischen Werke des Dichters Almanque Papillon. [ANONYM]. Leben der Heiligen Vallère [Valérie de Limoges] In französischer Sprache, illuminierte Handschrift auf Pergament Frankreich, Paris? (oder Lyon?) datierbar zwischen 1532 und 1536 Mit zwei großen illuminierten Kompositionen, die einem Künstler aus dem Umfeld des „Maître de François de Rohan“ zugeschrieben werden, der zwischen 1525 und 1546 in Paris tätig war. 83 ff. (davon 6 leer), denen drei Vorsatzblätter aus Papier und zwei Vorsatzblätter aus Pergament vorangestellt sind (ff. I–II, altes Pergament, vermutlich die ursprünglichen Vorsatzblätter des Manuskripts) und auf die 3 ff. Vorsatzblätter aus Papier folgen, vollständig [Kollation: i2, ii4+1 (eingefügtes Einzelblatt: Miniatur), iii8, iv8+1 (eingefügtes Einzelblatt: Miniatur), v8, vi8, vii6, viii6, ix6, x4, xi8, xii8, xiii8], Bastardschrift in brauner Tinte, zwei Handschriften (Handschrift A: ff. 1–12v; 15–30; 31–42v; 44–54; 54v–57v; Handschrift B: ff. 60–83v), Text in 20 Zeilen (ff. 3–57v) und 28 Zeilen (ff. 60–83v) kopiert, Linien mit blassroter Tinte (Zeilenabstand ff. 1–57v: 170 × 112 mm; Textformat ff. 60–83v: 175 × 102 mm), Rubriken in Rot, Absatzzeichen in Gold auf rotem oder blauem Hintergrund, Initialen in Gold auf blauem Hintergrund mit weißen Zierverzierungen (2 bis 3 Zeilen hoch), größere Initialen, die die großen Textabschnitte einleiten, in Blau mit weißen Verzierungen auf goldenem Hintergrund, der mit kleinen schwarzen Punkten übersät ist, verziert mit Blumenmotiven, Ranken oder rosa Blüten (2 bis 4 Zeilen hoch); der zweite Teil dieses Manuskripts (ff. 60–83v) enthält eine große verzierte Initiale in Blau mit weißen Akzenten auf braunem Hintergrund mit goldenen Akzenten (5 Zeilen hoch, Fol. 60) sowie mehrere kleine Initialen in Gold auf braunem Hintergrund (2 Zeilen hoch), mit zwei ganzseitigen Gemälden, die am unteren Rand das Wappen des Widmungsempfängers tragen (f. 1v und f. 14v) und jeweils als Frontispiz für die ersten beiden Texte dienen. Einband aus dem späten 17. oder frühen 18. Jahrhundert aus weichem braunem Maroquinleder mit Klappen, dreifache Goldfilete auf den Deckelseiten mit gepunkteten Fleurons in den Ecken, aufwendige zentrale Verzierung in Form einer vergoldeten Rosette mit kleinen Eisenelementen auf einem mosaikartigen Hintergrund aus rotem und schwarzem Maroquinleder, glatter Buchrücken, verziert mit einer gekrönten W-Initiale, umgeben von vier Sonnen und kleinen gepunkteten Eisenelementen, vergoldete Schnittkanten. Maße der Blätter: 230 x 162 mm; Maße des Einbands: 238 x 170 mm HERVORRAGENDES UND SEHR WERTVOLLES POETISCHES HANDSchRIFT, TEILWEISE UNVERÖFFENTLICHT, EINZIGARTIGES ZEUGNIS DES WERKS EINES DER BESTE DICHTER AM HOF VON FRANZ I. VERZIERT MIT ZWEI GROSSEN MINIATUREN ALS FRONTISPIZ, GEHÖRTE DIESES HANDSchRIFTSTÜCK EINMAL GROSSEN BIBLIOPHILEN, HAT ABER NOCH NICHT ALLE SEINE GEHEIMNISSE PREISGEGEBEN. Meisterhaft auf Pergament kalligraphiert und illuminiert, bereichert durch zwei bemerkenswerte ganzseitige Miniaturen, wurde es zwischen 1532 und 1536 angefertigt, um von seinem Verfasser, dem Dichter Almanque Papillon (1487–1559), an François II. de Bourbon-Vendôme (1491–1545), einen Waffenbruder von François I. und Großonkel von Heinrich IV., verschenkt zu werden. Als Sohn von François de Bourbon-Vendôme und Marie de Luxembourg wurde er – ebenso wie François I. – in Marignan von Bayard zum Ritter geschlagen und war ab 1527 Statthalter der Dauphiné. Neben diesen beiden großformatigen Gemälden ist das Gedichtmanuskript reich verziert mit 15 Initialen mit floralen Miniaturen auf goldenem Hintergrund im Stil von Tory, darunter fünf große Initialen am Anfang der Gedichte, 15 Miniaturinitialen in Gold auf farbigem Hintergrund und mehrere Dutzend kleine Initialen in Gold auf rotem oder blauem Hintergrund. Die Titel sind mit roter Tinte kalligraphiert. Die Lebensgeschichte der Heiligen Valérie ist mit 22 goldenen Initialen auf hellbraunem Hintergrund verziert, darunter eine große Initiale am Anfang des Werkes. DIESES KOSTBARE HANDSchRIFTWERK WURDE ALS GESCHENK FÜR EINEN DER NAHESTEN VERtraUTEN VON FRANZ I. UND EINE DER HÖCHSTEN PERSÖNLICHKEITEN AM HOF GESCHRIEBEN UND ILLUMINIERT: FRANÇOIS II. VON BOURBON-VENDÔME (1491–1545), ZU ÜBERREICHEN, WOBEI SEIN WAPPEN AM UNTEREN RAND DER BEIDEN MINIATUREN GEMALT IST. 1975 von Émile Rossignol erworben
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