Auktionskalender
1 / 1

Um Ihren Kaufauftrag zu ändern,
wenden Sie sich an das Auktionshaus.

Auktion beendet
Dams Casa d'aste

11 - Francesco Solimena (Umkreis von)

Auktion beendet

Francesco Solimena (Umkreis von) Debora und Barak Schwarzer Bleistift mit braunen Tuscheakzenten auf Büttenpapier, 554 x 437 mm Das große Blatt stellt die alttestamentarische Episode von Debora und Barak dar, die in einer komplexen und vielschichtigen Komposition umgesetzt ist, die von der Figur der Prophetin, die links sitzt, und der Figur von Barak, der in Rüstung und mit einem langen Speer in der Mitte steht, dominiert wird. Um die Hauptfiguren herum ist eine dichte Abfolge von Figuren angeordnet, während im oberen Bereich eine Gruppe von Engeln aus den Wolken hervortritt. Die Komposition gibt eine bekannte Komposition von Francesco Solimena bemerkenswert getreu wieder, die durch eine Gemäldeversion von Debora und Barak aus dem zweiten Jahrzehnt des 18. Jahrhunderts belegt ist. Besonders bedeutsam erscheint nicht nur die Übereinstimmung in der Anordnung der Figuren, sondern auch die des Formats: Das vorliegende Blatt mit den Maßen 55 × 44 cm weist nämlich nahezu identische Proportionen wie das Gemälde mit den Maßen 130,2 × 104,5 cm auf.Von besonderem Interesse ist zudem die Ausführungstechnik. Das Blatt wurde zunächst mit schwarzem Bleistift skizziert, anschließend mit Feder und brauner Tinte nachgezeichnet und verfeinert – ein Verfahren, das der Komposition einen besonders vollendeten und präzisen Charakter verleiht. Die darunterliegende Zeichnung bleibt an verschiedenen Stellen erkennbar und ermöglicht es, die schrittweise Ausarbeitung der Figuren, der Gewandfalten und der Details nachzuvollziehen.Der grafische Erfolg dieser spezifischen Idee wird durch einen besonders bedeutenden Umstand belegt. Francesco La Marra schuf nämlich einen Stich nach einer heute verschollenen Zeichnung von Francesco Solimena, wobei er die Figuren der Komposition äußerst originalgetreu wiedergab. Auf dieses Zeugnis weist Cristiana Romalli im Katalog der Zeichnungen von Solimena hin (vgl. C. Romalli, in: N. Spinosa, Francesco Solimena (1657–1747) e le Arti a Napoli, 2018, Bd. II, S. 206–207, D87). Das dokumentierte Vorliegen eines heute verlorenen grafischen Vorentwurfs von Solimena, der als Vorlage für die spätere Umsetzung in einen Stich diente, verleiht diesem Blatt im Zusammenhang mit der Entstehungsgeschichte und dem Nachruhm der Komposition besondere Bedeutung.Die beachtlichen Abmessungen, der voll ausgearbeitete Charakter der Komposition und die detailgetreue Ausarbeitung der einzelnen Figuren finden zudem eine Entsprechung im grafischen Schaffen Solimenas, in dem große Kompositionsblätter bekannt sind, die der Studie und der Ausarbeitung komplexer malerischer Entwürfe dienten.Angesichts dieser Elemente stellt die Zeichnung ein Zeugnis von bemerkenswertem Interesse im Rahmen der grafischen Kultur Solimenas in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts dar. Ihre Beziehung zu der in den Quellen erwähnten und für den Stich von La Marra verwendeten, heute verlorenen Zeichnung Solimenas stellt ein kritisches Problem dar, das weiterer Untersuchungen bedarf, und verleiht dem Blatt ein besonderes historisches und sammeltechnisches Interesse. Es trägt unten rechts die Inschrift „Solimena“.Vergleichende Bibliografie: C. Romalli, in: N. Spinosa, Francesco Solimena (1657–1747) e le Arti a Napoli, Rom 2018, Bd. II, S. 206–207, D87.

Text übersetzt von DeepL.
Nur die Originalversion ist verbindlich