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Gorny & Mosch

2937 - EUROPÄISCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN. RUSSLAND. GROSSFUERSTENTUM / KAISERREICH. Nikolaus I., 1825 - 1855. Tragbare Goldmedaille zu 20 Dukaten ø 51mm (70.37g). o.J. (Gravur 1848/49), unsigniert, vermutlich von V. Alexeev. Verdienstmedaille "Für Eifer", eingeführt 1801. Büste des Zaren nach rechts / Feld mit drei Zeilen Gravur "SIMION - CAVALER DE BALINT - 1848-49." in Kordelring mit Umschrift. Glatter Rand. ca. 51mm. Diakov zu Diakov 451.2 (R5, dort anderes Portrait) RRR! Von größter Seltenheit! Attraktives Exemplar! Gold! Minimal gewellt, winzige Kontaktstellen, gutes vorzüglich. Grading NGC mit der Bewertung AU DETAILS (Bent; 8540298-001). Ausgabe an Kaufleute, Bürger (Angehörige des Bürgertums), Bauern, Einwohner abgelegener Regionen mit russischer Bevölkerungsmehrheit sowie Unteroffiziere für Verdienste um den Staat - verliehen an Simion Cavaler de Balint. Der Rumäne Simion Balint war ein griechisch-katholischer Priester aus der Region Siebenbürgern. Während der Ungarischen Revolution von 1848/49 wurde er zu einem der Anführer der rumänischen Partisanen in Siebenbürgen, welche gegen das revolutionäre Ungarn kämpften. Im Rahmen der revolutionären Entwicklungen forderten sie eine Gleichstellung gegenüber den anderen Bevölkerungsgruppen. Die Unabhängigkeitsbestrebungen der Ungarn unterstützten sie nicht. Als Siebenbürgen von den ungarischen Revolutionären angegliedert wurde und eine Verbesserung der Stellung der Rumänen nicht in Sicht war, begannen sie einen Partisanenkrieg gegen die Ungarn. Dadurch kämpften sie de facto auf Seiten der Habsburger Monarchie, die mit russischer Hilfe 1849 die Revolution schließlich niederschlagen konnten. Simion Balint wurde 1852 für seine Verdienste während der Revolution von Kaiser Franz Joseph I. der Ritterorden und damit der Titel Cavaler (Ritter) verliehen. Da der Titel auf dieser Medaille bereits verwendet wird, ist davon auszugehen, dass die Jahresangabe 1848-49 auf den Zeitraum des Verdienstes hinweist und nicht das Jahr der Ausgabe wiedergibt. Es handelt sich hiermit also um ein historisch höchstinteressantes Stück, dass sowohl die Geschichte Russlands als auch Siebenbürgens im 19. Jahrhundert wiederspiegelt.

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EUROPÄISCHE MÜNZEN UND MEDAILLEN. RUSSLAND. GROSSFUERSTENTUM / KAISERREICH. Nikolaus I., 1825 - 1855. Tragbare Goldmedaille zu 20 Dukaten ø 51mm (70.37g). o.J. (Gravur 1848/49), unsigniert, vermutlich von V. Alexeev. Verdienstmedaille "Für Eifer", eingeführt 1801. Büste des Zaren nach rechts / Feld mit drei Zeilen Gravur "SIMION - CAVALER DE BALINT - 1848-49." in Kordelring mit Umschrift. Glatter Rand. ca. 51mm. Diakov zu Diakov 451.2 (R5, dort anderes Portrait) RRR! Von größter Seltenheit! Attraktives Exemplar! Gold! Minimal gewellt, winzige Kontaktstellen, gutes vorzüglich. Grading NGC mit der Bewertung AU DETAILS (Bent; 8540298-001). Ausgabe an Kaufleute, Bürger (Angehörige des Bürgertums), Bauern, Einwohner abgelegener Regionen mit russischer Bevölkerungsmehrheit sowie Unteroffiziere für Verdienste um den Staat - verliehen an Simion Cavaler de Balint. Der Rumäne Simion Balint war ein griechisch-katholischer Priester aus der Region Siebenbürgern. Während der Ungarischen Revolution von 1848/49 wurde er zu einem der Anführer der rumänischen Partisanen in Siebenbürgen, welche gegen das revolutionäre Ungarn kämpften. Im Rahmen der revolutionären Entwicklungen forderten sie eine Gleichstellung gegenüber den anderen Bevölkerungsgruppen. Die Unabhängigkeitsbestrebungen der Ungarn unterstützten sie nicht. Als Siebenbürgen von den ungarischen Revolutionären angegliedert wurde und eine Verbesserung der Stellung der Rumänen nicht in Sicht war, begannen sie einen Partisanenkrieg gegen die Ungarn. Dadurch kämpften sie de facto auf Seiten der Habsburger Monarchie, die mit russischer Hilfe 1849 die Revolution schließlich niederschlagen konnten. Simion Balint wurde 1852 für seine Verdienste während der Revolution von Kaiser Franz Joseph I. der Ritterorden und damit der Titel Cavaler (Ritter) verliehen. Da der Titel auf dieser Medaille bereits verwendet wird, ist davon auszugehen, dass die Jahresangabe 1848-49 auf den Zeitraum des Verdienstes hinweist und nicht das Jahr der Ausgabe wiedergibt. Es handelt sich hiermit also um ein historisch höchstinteressantes Stück, dass sowohl die Geschichte Russlands als auch Siebenbürgens im 19. Jahrhundert wiederspiegelt.