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Henri MICHAUX. Meskalinische Schrift. Ohne Ort und Datum [1955]. 1 Seite in-4, mit Bleistift geschrieben, nummeriert „92“. Dazu: Signierter, eigenhändiger Brief an René Bertelé. Ohne Orts- und Datumsangabe [1955]. 1 Seite in-8. Unter dem Einfluss von Meskalin verfasster Text, bestimmt für den Sammelband „Misérable Miracle“ und stammend aus dem Archiv von René Bertelé: mit dem Begleitbrief von Michaux. Henri Michaux schickt ihm das Manuskript, das früher mit dem Brief zusammengeheftet war. „Hier ist die Fortsetzung. Sie haben nun alles. Seiten 2 bis 19. Man könnte notfalls ein oder zwei streichen. Ich füge eine Seite mit Zeichnungen bei, damit Sie – nach Rücksprache mit einem Drucker – über das Format entscheiden können. + eine handschriftliche Seite. Herzliche Grüße, H.M. Puh! Nie im Leben werde ich noch einmal eine Studie beginnen.“ Seltenes Manuskript in „Meskalin-Schrift“, verfasst unter dem Einfluss der Droge, mit der Michaux ab den 1950er Jahren experimentierte, in dem Versuch, die Veränderungen seiner Wahrnehmung und seines Bewusstseins selbst zu erforschen. Diese Seite, die oben mit der Nummer 92 versehen ist, wird manchmal fälschlicherweise als „meskalinische Zeichnung“ bezeichnet: „Es handelt sich in der Tat wirklich um Schrift, so stark ihre Tendenz auch sein mag, in Richtung Zeichnung abzugleiten“, bemerkt Raymond Bellour. „Es gibt streng genommen kein bekanntes Manuskript oder Typoskript der ‚Drogenbücher‘, von *Misérable Miracle* bis zu den *Grandes Épreuves de l’esprit*. […] Die zweite Sammlung befindet sich im Bertelé-Archiv. Es handelt sich diesmal um zwei vertikale Seiten, die mit 86 und 92 nummeriert sind. Alle diese Seiten sind, wie auch die aus dem Michaux-Archiv, mit Bleistift geschrieben“ (Michaux, Œuvres complètes, II, Pléiade, S. 1282–1283). Kleiner Papierriss an einer Kante und Spuren einer Heftklammer. Auch auf dem Brief Spuren einer Heftklammer.
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