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MAX BECKMANN (1884 Leipzig - 1950 New York City) Der Raucher (Selbstbildnis), 1916 Kaltnadelradierung auf Bütten mit Wasserzeichen "Van Gelder Zonen". 17,5 × 12,5 cm (Blattmaß ca. 34,8/35,2 x 26,5 cm). Rechts unten in Blei signiert und datiert (19)16. Links unten nummeriert, am Blattrand zusätzlich bezeichnet 'Max Beckmann Selbstbildnis'. Hinter Glas im Passepartout gerahmt. Exemplar 8/20. Herausgegeben von Paul Cassirer, Berlin, 1918. Minimalste Knickspuren außerhalb der Darstellung. Das Blatt ist in sehr gutem Zustand. WVZ: Hofmaier 98 II B Provenienz: Privatbesitz Sachsen Die Selbstbildnisse durchziehen Beckmanns Werk über fünf Jahrzehnte und gehören zum Eindringlichsten, was die Kunst des 20. Jahrhunderts hervorgebracht hat. Auf den meisten hält er eine Zigarre oder Zigarette - das Rauchen gehört bei ihm so untrennbar zum Bild des Künstlers wie bei Picasso. Auf diesem Blatt schweben die Rauchringe vor seinem Kopf: groß, exakt geformt, Ergebnis einer über Jahre geübten Fertigkeit. Schon 1903 notierte Beckmann im Tagebuch, wie er den Zigarettenrauch langsam vor sich hinblies, zu Ringen formte und ihnen ernsthaft nachsah. Noch früher, in einem der ersten Selbstporträts, sitzt er als Sechzehnjähriger im Profil und betrachtet die Seifenblasen, die er mit einer Meerschaumpfeife erzeugt hat. Der Vorgang ist derselbe, und er begleitet ihn bis zuletzt. Beckmanns letzte Lebensjahre standen im Zeichen eines schwachen Herzens. Seit den vierziger Jahren finden sich Angina-pectoris-Anfälle in den Tagebüchern, notiert unter einem harmlos klingenden Kürzel; zugleich stehen dort vereinzelte Vorsätze, das Rauchen aufzugeben. Er starb 1950, mit sechsundsechzig, an Herzversagen. Der Rauchring, der auf diesem Blatt als Kunststück erscheint, war zugleich das, was sein Leben wahrscheinlich deutlich verkürzte.
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